Risikostrategie: Welcher Typ Anleger sind Sie?

Wer in Wertpapiere investieren möchte, muss sich zunächst darüber klar werden, welcher Anlegertyp er ist. Investoren, die etwa einen Großteil ihres Kapitals in Aktien anlegen würden, gelten als risikobereiter oder gar spekulativer. Andere wiederum wollen möglichst kein Risiko eingehen. Welcher Anlegertyp Sie sind und wie Sie die richtige Risikostrategie für sich finden.

Das eigene Geld richtig investieren: Doch welche Geldanlage ist die richtige und wie defensiv oder offensiv sollte man das Thema Vermögensaufbau angehen?

Die Risikobereitschaft ist individuell, also bei jedem Menschen anders ausgeprägt. Was für den Sport gilt, ist auch bei dem Thema Geldanlage nicht anders. Anleger sollten sich im Vorfeld mit ihrer persönlichen Risikoneigung auseinandersetzen – bevor sie sich für eine Geldanlage entscheiden.
Verschiedene Online-Tools helfen bei der Einschätzung, ob man eher der Vorsichtige, der Mutige oder der Risikofreudige ist. Hier werden Fragen zu Zweck und Dauer der Geldanlage gestellt. Am Ende sollen Anleger mit einem maßgeschneiderten Anlagekonzept wissen, welche Anlageformen dem eigenen Risikoprofil entsprechen. Ein erster Schritt, um seine Risikostrategie zu ermitteln. Dabei schwingt auch immer eine gewisse Gefahr solcher Selbsttests mit, denn diese sind automatisiert und nicht vollends auf individuelle Ansprüche ausgelegt. Doch als erste Orientierungshilfe sicherlich nicht die schlechteste Wahl.

Planen, auswählen, eröffnen: Das eigene Risikoprofil ermitteln

Deutlich tiefer steigt der digitale Vermögensverwalter Warburg Navigator ein. Dieser ermittelt mit einer digitalen Antragsstrecke unter anderem das Risiko, das ein Anleger bei einem Investment in Wertpapiere bereit ist zu tragen.

„Unsere digitale Antragsstrecke, bestehend aus 14 Fragen, schätzt anhand der Antworten eines potenziellen Anlegers dessen Präferenzen ein“,

sagt Gabriela Rieks, verantwortlich für die Konzeption und Entwicklung des Warburg Navigators.

„Im ersten Teil der Antragsstrecke entwickeln wir zunächst eine Idee zur Risikofreude des Investors. Dafür fragen wir ihn unter anderem, wie lange er sein Geld investieren möchte, ob ihm Renditechancen wichtiger sind als die Vermeidung von Risiken und welchen Verlust er bei einer Anlagesumme von 100.000 Euro akzeptiert, bevor er die Strategie wechseln würde.“

Was ist wichtiger: Renditechancen oder die Vermeidung von Risiko?

In der zweiten Hälfte testet der Warburg Navigator anschließend die Risikotragfähigkeit des Anlegers. Etwa durch Fragen zur finanziellen Situation: Wie hoch sind die frei verfügbaren Mittel pro Monat, wie hoch ist das Gesamtvermögen? Aber auch die Erfahrungen mit Wertpapierdienstleistungen und Kenntnisse zu Finanzwissen werden abgefragt und fließen in die Bewertung mit ein.

Wie viel Verlust verträgt ein Anleger?

Nach der Beantwortung aller Fragen entwickelt der Warburg Navigator ein Gesamtbild des Anlegers über seine Risikofreude, seine Risikotragfähigkeit und sein Anlagewissen. Anhand dieses persönlichen Risikoprofils wird anschließend der Investor in eine der sieben Anlagestrategien des Warburg Navigators eingeordnet. Diese unterscheiden sich je nach Risiko in ihrer jeweiligen Zusammensetzung in der Gewichtung einzelner Assetklassen und werden täglich überwacht und angepasst.

Sieben Risikostrategien um die passende Geldanlage zu finden

Die unterschiedlichen Strategien starten mit der defensivsten auf der ersten Stufe und steigern sich in ihrem offensiven Charakter nach oben bis zur siebten Strategie. Bei der Bezeichnung der einzelnen Stufe steht das primäre Ziel der Strategie im Vordergrund – wie etwa bei der dritten Strategie „Vermögensaufbau bei geringer Risikobereitschaft.“

Mögliche Risikostrategien:

  1. Sicherheit der Vermögensanlage bei geringer Renditeerwartung und sehr geringer Risikobereitschaft
  2. Vermögenserhalt nach Inflation, Steuern und Kosten bei geringer Risikobereitschaft
  3. Vermögensaufbau bei geringer Risikobereitschaft
  4. Vermögensaufbau bei ausgewogenem Verhältnis aus Renditeerwartung und Risikobereitschaft
  5. Vermögenszuwachs bei erhöhter Renditeerwartung und höherer Risikobereitschaft
  6. Langfristig ausgeprägte Wertsteigerung bei höheren Risiken
  7. Signifikanter Vermögenszuwachs bei deutlich höherer Risikobereitschaft
Die 10 wichtigsten Grundsätze für die Geldanlage

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Die Investmentphilosophie hinter den Anlagestrategien

Die Einteilung der Anleger nach dem gewählten Risiko ist der erste Schritt und bestimmt die Anlagestrategie.

Die Niedrigzinsphase

Die Niedrigzinsphase zwingt Anleger – sofern sie nicht bereit sind, ihre Renditeerwartungen nach unten anzupassen – ein höheres Risiko einzugehen und in ihre Anlagestrategie auch Aktien miteinzubeziehen. Das Investment in Aktien verlangt aber aus Risikoaspekten eine breite Streuung über viele verschiedene Anlageklassen hinweg. Zudem muss das Portfolio, und vor allem der Anteil an Aktien laufend angepasst werden, um Verluste zu vermeiden.

Im Aufschwung gilt: Je mehr Risiko, desto mehr Rendite.

Im Abschwung gilt: Je mehr Risiko, desto mehr Verlust. Deswegen wird das Risiko der Portfolios laufend taktisch angepasst. Die taktische Allokationsentscheidung wird im Asset Allocation Komitee der M.M. Warburg & CO gefällt. Hier wird entschieden, welche Anlageklassen, Regionen oder Währungen zukünftig Rendite versprechen und übergewichtet sein sollten, und welche Märkte aufgrund erhöhter Unsicherheit untergewichtet werden sollten.

Das Komitee setzt sich zusammen aus dem Makro-Research unter Leitung des Chefvolkwirts der Bank und Experten aus dem Portfoliomanagement der Warburg Gruppe. Grundlage der taktischen Allokationsentscheidung ist die intensive Analyse aktueller Konjunkturdaten, Analysteneinschätzungen, des Marktsentiments und Unternehmensdaten. Die Entscheidungen sind bindend für die Taktik in der gesamten Warburg Gruppe und bilden stets den Rahmen der Warburg Navigator Portfolios.


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Der größte Einbruch der Märkte seit der Finanzmarktkrise, die Ausmaße der Corona Krise an der Börse ist immens. Welche Schlüsse ziehen wir daraus? Was sind die wirtschaftlichen Konsequenzen und was bedeutet das alles für die Kapitalmärkte und nicht zuletzt für Sie als Anleger? Zu diesem Thema spricht unser Chief Investment Officer Dr. Christian Jasperneite und beantwortet dabei auch Ihre Fragen.


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Die endgültige Gewichtung der einzelnen Märkte, die über Fonds abgedeckt werden, erfolgt wiederum durch einen Modulaufbau. Hier werden im Basismodul innerhalb der strategischen Vorgaben des Kunden zukunftsorientierte Themeninvestments (wie z.B. saubere Energie, Wasser oder geringer CO2 Ausstoß) als Basisinvestment immer allokiert. Die Gewichtung der einzelnen Assetklassen und Regionen werden innerhalb der taktischen Allokation diskretionär entschieden. Hierbei wird auf konstant auf die Einhaltung der strategieschen Allokation also Risikoneigung des Kunden geachtet.

Ziel dieses Ansatzes ist es, bei Einhaltung eines gewissen Risikoniveaus, das von dem Anlegertyp abhängt, eine robuste und hoch diversifizierte Portfoliokonstruktion zu bieten.

Welche Wertpapiere nutzen wir?

Jede Assetklasse muss in einem konkreten Portfolio über Wertpapiere abgebildet werden. Dies kann grundsätzlich über einzelne Wertpapiere, über börsengehandelte Indexfonds (ETFs) oder aber über aktiv gemanagte Publikumsfonds geschehen. Investitionen in einzelne Aktien oder Anleihen scheiden für uns als Alternative aus, da in dem präferierten Investmentprozess Allokationsentscheidungen im Vordergrund stehen und eine sehr hohe Diversifikation auf Ebene der einzelnen Märkte erwünscht ist, diese aber bei kleineren Investmentbeträgen über Einzelpositionen nicht sinnvoll dargestellt werden kann. Auch kommen für uns Mischfonds nicht in Frage, da wir mit jedem Wertpapier eine konkrete Assetklasse in einem konkreten Markt steuern wollen.

Die Auswahlkriterien für ETFs und aktive Fonds sind aber in jedem Fall rigide und streng:

ETFs: Die ETFs sollen (wenn möglich) vollreplizierend sein, einen sehr geringen Tracking Error zur Benchmark aufweisen und kostengünstig sein.

Zudem überprüfen wir, ob die ETFs aus steuerlicher Sicht für einen deutschen Kunden vorteilhaft konzipiert sind und auch in Stressphasen an Märkten eine ausreichende Liquidität gewährleisten.

Aktive Fonds: Neben quantitativen Elementen kommen auch qualitative Elemente bei der Selektion zum Einsatz. Auf der quantitativen Ebene nehmen wir eine Fonds-Vorselektion vor, in der über eine Clusteranalyse vergleichbare Fonds zu Peergroups zusammengefasst werden. Innerhalb der Peergroups wird ein Scoring-Modell erstellt, welches auf verschiedenen Kennzahlen aufbaut (Rendite, maximaler Drawdown, Volatilität, Information Ratio, Länge des Track Records etc.) und diese in einem Ranking zusammenfasst. Fonds mit einer sehr guten Platzierung im Ranking werden qualitativ von erfahrenen Portfoliomanagern dahingehend untersucht, ob und inwieweit Investmentprozesse stringent und mit dem Investmentziel kompatibel sind.

Innerhalb der taktischen Allokation wird dieses Portfolio dann regelmäßig an die Marktmeinung und Prognosen unserer Experten angepasst.

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Die individuelle Risikostrategie finden

Die individuelle Risikostrategie hängt vom Anlagertyp ab und bildet den grundsätzlichen Rahmen. Da Marktbewegungen schnell nervös machen können, ist es ratsam ehrlich mit sich selbst zu sein. Viele Vermögensverwalter und -inhaber konzentrieren sich darauf, kleine Marktschwankungen optimal abzupassen. Dabei sind es in erster Linie die großen Krisen, die ein Vermögen gefährden. Die Anlagestrategien von Warburg Navigator konzentrieren sich deshalb darauf, große Krisen, die ein Vermögen und die Rendite gefährden können, frühzeitig zu erkennen und somit den Kapitalerhalt langfristig zu sichern.

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