Mit aktiv gemanagten ETFs zur besseren Geldanlage?

ETFs erleben einen enormen Aufschwung: 890 Milliarden US-Dollar waren Ende August 2019 europaweit in Exchange Traded Funds investiert. Noch vor zehn Jahren, im Jahr 2009, waren es nur 226 Milliarden. Der Boom liegt auch an den vielen Vorteilen der Indexfonds, etwa niedrige Kosten, eine breite Risikostreuung und eine hohe Transparenz. Dennoch ist passives Management mit ETFs nicht immer die beste Wahl. M.M.Warburg & CO (kurz „Warburg“) verrät, wann sich aktives Portfolio Management und aktiv gemanagte Fonds lohnen.

ETFs , auch börsengehandelte Indexfonds genannt, bieten Anlegern viele Vorteile: insbesondere geringe Kosten, hohe Risikostreuung (Diversifikation) und in der Regel eine schnelle Handelbarkeit (hohe Liquidität).

Die börsengehandelten Indexfonds (ETFs) bilden inzwischen den Kern vieler Portfolios für einen langfristigen Vermögensaufbau. Auch Privatanleger greifen immer häufiger zu Indexfonds, mit dem Ziel ihr Vermögen zu optimieren, denn ETFs ermöglichen einen unkomplizierten Zugang zu Aktienmärkten – bei gleichzeitig sehr niedrigen laufenden Kosten. Aber warum sind ETFs eigentlich so günstig?

ETFs („Exchange Traded Funds“) sind passive Fonds, die nicht aktive Einzeltitelselektion betreiben und somit aktiv gemanagt werden, sondern die Entwicklung eines Index nachbilden, etwa des DAX, Dow Jones oder des Euro Stoxx 50. Somit ist das Management deutlich preiswerter als bei aktiven Fonds, bei denen die Vergütung, die die Manager für die Einzeltitelselektion erhalten, zu Buche schlägt. Das lohnt sich gerade bei effizienten Märkten der Industrieländer, wo sich Nachrichten und Ereignisse fast sofort auch in den Kursen niederschlagen. Hier kommen die Kostenvorteile von ETFs besonders zum Tragen, während klassische, aktiv gemanagte Aktienfonds ihre Vorzüge für die Geldanlage nicht so gut nutzen können. Doch nicht in jeder Situation und nicht für alle Märkte ist passives Management die beste Wahl.

Warum sich aktives Portfolio Management und aktive Fonds bei Geldanlagen lohnen

Auch mithilfe von ETFs können Portfolios aktiv gemanagt werden. Zu diesem Zweck werden sie von Vermögensverwaltern ebenso eingesetzt wie in aktiv gemanagten Fonds. In beiden Fällen kauft und verkauft ein Experte, beispielsweise ein Fondsmanager oder ein Portfoliomanager, ETFs dann, wenn er es für richtig hält – und möchte so im besten Fall die Rendite der Geldanlage steigern. In folgenden Situationen kann diese Art von aktiver Geldanlage beispielsweise rentabel sein: Sobald die Aktienkurse steigen, profitieren Anleger am besten, wenn sie möglichst viel Geld in Aktien investiert haben.

In Phasen fallender Kurse wird gerade dieses starke Engagement am Aktienmarkt aber überproportional stark bestraft.

In solchen Phasen ist passives Management also häufig die schlechtere Wahl als aktive Anlagestrategien. Durch kompetentes aktives Management können schließlich gerade in schwachen Phasen Verluste begrenzt werden, etwa indem die Aktienquote rechtzeitig gesenkt wird.

Wann es sich rentiert, nicht passiv zu investieren

In bestimmten Märkten kann es sich auch rentieren, ganz auf ETFs zu verzichten und stattdessen auf eine Geldanlage mit aktiv gemanagten Aktienfonds zu setzen. Passende Beispiele dafür sind aufstrebende Schwellenländer wie etwa Russland oder Indien. Die Aktienmärkte dieser Länder sind in der Regel weniger effizient. Das bedeutet: Es gibt weniger Informationen über die einzelnen Aktien und weniger Analysten, die sie beobachten. Dadurch dauert es tendenziell auch länger, bis sich Ereignisse aus der  Welt in den Kursen der Aktien widerspiegeln. Zugleich schwanken die Aktienkurse tendenziell stärker.

Das ist eine Chance für aktive Fondsmanager, die ihre Märkte gut kennen, stetig beobachten und im Fall der Fälle schnell reagieren: Sie können Aktien kaufen, noch bevor öffentlich bekannte gute Nachrichten zu Kursanstiegen geführt haben – und Aktien verkaufen, bevor die Auswirkungen schlechter Nachrichten voll zum Tragen gekommen sind. Ganz ähnlich ist es bei Small Caps, also den Aktien kleinerer Unternehmen. Auch diese schwanken stärker als die Aktien von Großunternehmen wie der Deutschen Telekom oder Microsoft. Und auch über diese sind weniger Informationen verfügbar – eine gute Gelegenheit für echte Experten in Sachen Geldanlage. Wer in solchen Märkten nur auf ETFs setzt, kann dagegen nicht von echter Expertise profitieren.

Der Anlage-Mix für den Erfolg

Besonders rentabel können aktive Fonds auch für Privatanleger immer dann sein, wenn sie von institutionellen Konditionen profitieren können. Der Grund: Professionelle Investoren erhalten die gleichen Fonds in der Regel oft günstiger als Privatanleger – zum Beispiel ohne Ausgabeaufschlag und zu deutlich niedrigeren laufenden Verwaltungsgebühren. Dies hängt mit den kleineren Mindestanlagebeträgen und dem kleinteiligeren Verwaltungsaufwand für Privatanleger zusammen. Private Geldanleger können in diese institutionellen Anteilsklassen aber in der Regel nicht direkt investieren.

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Anders ist es bei der Vermögensverwaltung mit dem Warburg Navigator: Hier hat Warburg die Möglichkeiten einer führenden Privatbank, um Aktienfonds auch für Privatanleger zu günstigeren institutionellen Konditionen nutzen zu können. Das Ergebnis: geringere Kosten – und eine höhere Rendite bei der Geldanlage. Zugleich übernehmen Experten die Fondsauswahl und achten beispielsweise darauf, ob eine Strategie wirklich aktiv ausgestaltet ist oder sich doch eng an einem Index orientiert.

Fazit: Statt „ETF oder klassischer Fonds“ sollte es besser heißen „ETF und klassischer Fonds“

Richtig eingesetzt, haben ETFs und klassische, aktiv gemanagte Fonds jeweils ihre Stärken, ergänzen sich gegenseitig in verschiedenen Situationen und in den unterschiedlichsten Märkten. Um den richtigen Investment-Mix zu schaffen sind jedoch viel Fachwissen und Zugang zu Informationen nötig – daher übertragen Sie im Zweifel die Verwaltung Ihres Vermögens idealer Weise an Experten.

 

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