Warum das Sparbuch nicht mehr funktioniert!

Der Anteil der Deutschen, die Aktien besitzen, beträgt nur 6 Prozent. Die Menschen lassen ihr Geld immer noch auf Sparbüchern liegen obwohl heutzutage damit keine ordentliche Rendite mehr zu erzielen ist. Die zeitgemäße Antwort – Anlagen am Kapitalmarkt und insbesondere Aktien – findet nach und nach mehr Nachfrage. Aus gutem Grund.

Sie kennen sicherlich noch das klassische Sparbuch: diese ehemals kleinen roten oder blauen Büchlein, auf die man nach Belieben Geld einzahlen und – sofern es nicht bestimmte Beträge überstieg – pro Monat einen kleineren Betrag abheben konnte. Die Zinsen auf das eingezahlte Geld konnten sich sehen lassen. Vor allem eins machte das Sparbuch aus: Das eingezahlte Geld war und ist sicher und risikolos angelegt. Die Vorliebe für diese Geldanlage währt bis heute.

Die beliebtesten Geldanlagemöglichkeiten in Deutschland

Anleger bevorzugen aktuell mit 61,8 Prozent das Sparbuch. Nur 8,5 Prozent wählen Aktien als Anlageform.

Nun rührt diese Vorliebe aus einer Zeit, in der Sparbücher auch noch einen merklichen Zins zu bieten hatten. Diese Zeiten sind aber lange passé. Spätestens mit der Finanzmarktkrise von vor rund zehn Jahren und der einsetzenden Niedrigzinsphase bewegt sich der Zins nahe Null. Dieser Zinssatz von nahe null Prozent bedeutet, dass Spareinlagen heutzutage keinen Vermögensverhalt mehr gewährleisten können. Schließlich führt die Inflation gleichzeitig zu einer schleichenden Entwertung des Vermögens. Und die Inflation lag in den letzten Jahren oberhalb der Verzinsung von Spareinlagen.  In der Folge kommt es bei Anlagen in Spargeldern zu einer negativen Realverzinsung und somit zu einem Vermögensverlust.

Wertverluste für Spareinlagen. Verluste statt Gewinne: Wertverluste für Spareinlagen bedingt durch den negativen Realzins.

Auch die Zukunft des Sparbuchs beziehungsweise der Spareinlagen generell sehen nicht rosig aus: Die Inflationsprognose der Europäischen Zentralbank (EZB) für das Jahr 2019 liegt derzeit bei 1,7%. Das ist noch gut unterhalb des avisierten Zielwerts der EZB in Höhe von 2,0%, ab dem gegebenenfalls Gegenmaßnahme in Form höherer Zinsen in Frage kommen würden. Zudem spricht auch die Schuldensituation in Italien und anderen europäischen Staaten dafür, dass die EZB allzu bald kein Interesse daran haben dürfte, die Zinsen zu erhöhen. Es ist also davon auszugehen, dass die Zinsen vorerst auf einem niedrigem Niveau verharren.

Warum Aktien für die Rendite ins Portfolio gehören!

Das Sparbuch hat heute für den Vermögenserhalt und insbesondere den Vermögensaufbau höchstens noch nostalgischen Wert. Andere risikoarme Anlagemöglichkeiten, wie zum Beispiel Bundesanleihen, bringen im aktuellen Zinsumfeld ebenfalls fast keine oder eine negative Rendite. Wer heutzutage auskömmliche Renditen erzielen möchte, kommt deshalb um risikobehaftetere Kapitalanlagen nicht herum. Hierzu zählen in erster Linie Aktien. Aber auch Staatsanleihen von Schwellenländern, Unternehmensanleihen oder Hochzinsanleihen können bei wohlbedachter Auswahl und Portfoliozusammenstellung attraktive Anlagemöglichkeiten sein. Dies erkennen mehr und mehr Anleger, wie eine Kundenbefragung der ING-DiBa zeigt:

Wechselstimmung bei Anlegern: Das Interesse an Aktien als alternative Kapitalanlage zu Spareinlagen steigt

Für diese Wechselstimmung gibt es gute Gründe. Betrachtet man die historischen Wertentwicklungen von Aktien im Verhältnis zu Spareinlagen, dann liegen die Renditen von Aktien – eine hinlänglich lange Anlagedauer unterstellt – durchweg oberhalb derer von Spareinlagen. So weisen über die letzte Dekade Anlagen von Aktien im deutschen Aktienindex DAX eine durchschnittliche Rendite von 4,8% aus, wohingegen Spareinlagen nur auf 1,1% kommen – und das obwohl dieser Zeitraum von Ende 2007 bis Ende 2017 die großen Verwerfungen am Anfang der Finanzmarktkrise einschließt. (Angenommen werden Jahresdurchschnittswerte von Einlagen auf Sparkonten von Kreditinstituten, die der unbefristeten Geldanlage dienen und nicht für den Zahlungsverkehr bestimmt sind. )

Obacht: Zinseszinseffekt

Nun mag sich der Unterschied von 4,8% zu 1,1% im ersten Moment nicht dramatisch anhören. Durch den Zinseszinseffekt jedoch  vergrößert sich dieser Unterschied mit jedem weiteren Jahr, in dem die Anlagen getätigt werden. So ergibt sich in der Folge für den hier betrachteten Zeitraum von zehn Jahren ein ganz beachtlicher Unterschied: Eine Anlage von 10.000 Euro in Spareinlagen hätte einen Gewinn von 1.156 Euro ergeben, wohingegen der Zugewinn in diesem Zeitraum bei Aktien im DAX mit 5.981 Euro deutlich höher ausfällt. Ganz praktisch entspricht das beispielsweise der Möglichkeit, entweder eine Flusskreuzfahrt auf der Donau zu unternehmen oder aber sich eine ausgiebige Kreuzfahrt in der Karibik leisten zu können.

Zinseszinseffekt am Beispiel Kreuzfahrt

Nun erlauben historische Renditevergleiche keine sicheren Aussagen über zukünftige Entwicklungen. Und auch wenn der oben gewählte Zeitraum von 2007 bis 2017 trotz der hierin liegenden Finanzmarktkrise keine Ausnahme sondern die Regel ist – nämlich dass in den letzten 50 Jahren über eine beliebige Anlagedauer von zehn Jahren Aktienanlagen besser als Spareinlagen abgeschnitten haben – lassen sich hieraus keine absoluten Gewissheiten für die Zukunft ableiten. Genauso ist aber auch festzustellen, dass es den risikolosen Zins nicht mehr gibt – schon gar nicht im Sinne einer Realverzinsung.

Smart Money gefragt: Chancen des Kapitalmarkts nutzen

Wie investiert man aber sinnvoll am Kapitalmarkt? Wie gelingt es, die Chancen und Risiken sorgsam abzuwägen und in eine persönlich geeignete Anlagestrategie zu überführen? Was sind die richtigen Asset-Klassen und Anlageprodukte, in die es zu investieren gilt? Wie reagiert man auf Veränderungen am Kapitalmarkt und wie lässt sich das Portfolio laufend danach auszurichten? Für Anleger, die sich nicht täglich diesen Fragen stellen können oder wollen, die aber dennoch auf eine professionelle Anlage ihres Vermögens setzen, lautet die Antwort häufig: Vermögensverwaltung durch einen vertrauensvollen Bankpartner. Hierbei entwickeln Kunde und Bank eine für den Anleger geeignete Anlagestruktur. Die Bank setzt diese dann direkt im dafür eröffneten Kundendepot durch entsprechende Investments  am Kapitalmarkt um und überwacht laufend die Einhaltung der verabredeten Anlagestrategie. Modern interpretiert in Form einer digitalen Vermögensverwaltung wie bei Warburg Navigator ist diese Dienstleistung mit wenig Aufwand online zugänglich – auch für Anlagegrößen, denen dieser Service bisher nicht offen stand. Mehr zu den Grundzügen einer Vermögensverwaltung, wie genau wir das von Ihnen anvertraute Geld investieren, und wer die Menschen hinter Warburg Navigator sind erfahren Sie auf dieser Seite oder in diesem Artikel „Was ist eine Vermögensverwaltung?“.

Wollen auch Sie Ihr Geld professionell anlegen?

Investieren Sie Ihr Vermögen mit den Experten von M.M.Warburg & CO. Modern und unkompliziert.

 

Autorin: Bente Lorenzen

Bente Lorenzen studierte Betriebswirtschaftslehre an der Wilhelms-Universität in Münster mit dem Schwerpunkt Finance (M.Sc.). Nach Praktika bei Ernst & Young und der UniCredit AG begann sie 2015 als Trainee bei M.M.Warburg & CO. Seit Ende 2016 verstärkt sie das Investmentoffice Team und ist dort für die Konzeption und Entwicklung der digitalen Vermögensverwaltung verantwortlich.