Vermögensaufbau: Sparen Sie noch oder investieren Sie schon?

Sparer leiden unter den Niedrigzinsen: die Inflation frisst die Kaufkraft des Ersparten auf. Doch es gibt Alternativen zu niedrig verzinsten Anlagen.

Indem die Europäische Zentralbank (EZB) den Zins im Euroraum auf ein Rekordtief gesenkt hat, treibt sie die Sparer in die Verzweiflung. Sehnsüchtig warten sie seit der Finanzkrise auf ein Ende der Niedrigzinsen der EZB. Doch die schwächelnde Konjunktur macht die für spätestens Herbst 2019 erhofften steigenden Zinsen unwahrscheinlicher. Risiken durch den Handelsstreit zwischen den USA und China, der Brexit und der Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU tragen ihr Übriges dazu bei. All das könnte dazu führen, dass es die EZB auch 2019 bei niedrigen Zinsen belässt. Und selbst wenn die EZB wieder eine Entscheidung für höhere Zinsen träfe, würde es in der Regel noch etwas dauern, bis die Banken das höhere Niveau an ihre Kunden weiterreichen und diese einfacher sparen können.

Wertverlust durch Niedrigzins

Bei vielen Sparern währt trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase die Vorliebe für das Sparbuch bis heute. Nur 6 Prozent der Deutschen besitzen Aktien. Denn lange war das Geld auf einem Sparbuch sicher und risikolos angelegt. Heute hat es für den Vermögenserhalt und insbesondere den Vermögensaufbau höchstens noch nostalgischen Wert.

Denn bei einem aktuellen niedrigen Zinssatz von nahe null Prozent gewährleisten Spareinlagen längst keinen Vermögenserhalt mehr.

Das klassische Sparen hat ausgedient. Schließlich führt die Inflation gleichzeitig zu einer schleichenden Entwertung des Vermögens. Die Inflation war zwar in den vergangenen Jahren niedrig, lag aber dennoch oberhalb der Verzinsung von Spareinlagen. In der Folge kommt es zu einer negativen Realverzinsung und somit zu einem Verlust des Geldvermögens.

Aktien gehören ins Portfolio

Andere risikoarme Anlagemöglichkeiten wie etwa Bundesanleihen bringen beim aktuellen Niedrigzins ebenfalls keine nennenswerte Rendite. Wer heutzutage auskömmliche Renditen erzielen möchte, kommt deshalb um eine risikoreichere Kapitalanlage nicht herum. Hierzu zählen in erster Linie Aktien. Aber auch Staatsanleihen von Schwellenländern, Unternehmensanleihen oder Hochzinsanleihen können bei wohlbedachter Auswahl und Portfoliozusammenstellung attraktive Anlagemöglichkeiten sein. Das erkennen mehr und mehr Anleger und legen ihr Geld inzwischen anders an, um dem Niedrigzins etwas entgegenzusetzen:

Christian Jasperneite

Geldanlage & Kapitalmarkt

Welche Rendite ist realistisch?

Vermögensaufbau statt sparen

Die Gründe: Betrachtet man die historischen Wertentwicklungen von Aktien im Verhältnis zu Spareinlagen, dann liegen die Renditen von Aktien – eine hinlänglich lange Anlagedauer unterstellt – durchweg oberhalb derer von Spareinlagen. So weisen Anlagen von Aktien im Deutschen Aktienindex DAX über die letzte Dekade eine durchschnittliche Rendite von 4,8 Prozent aus, wohingegen Spareinlagen nur auf 1,1 Prozent kommen – und das obwohl dieser Zeitraum von Ende 2007 bis Ende 2017 die großen Verwerfungen am Anfang der Finanzmarktkrise einschließt. (Angenommen werden Jahresdurchschnittswerte von Einlagen auf Sparkonten von Kreditinstituten, die der unbefristeten Geldanlage dienen und nicht für den Zahlungsverkehr bestimmt sind.)

Wir unterstützen Sie professionell bei Ihrer Geldanlage.

Investieren Sie Ihr Vermögen mit den Experten von M.M.Warburg & CO. Modern und unkompliziert.


Vom Zinseszinseffekt profitieren

Auch wenn sich der Unterschied von 4,8 Prozent zu 1,1 Prozent im ersten Moment nicht dramatisch anhört. Durch den Zinseszinseffekt jedoch vergrößert sich dieser Unterschied mit jedem weiteren Jahr, in dem die Anlagen getätigt werden. So ergibt sich in der Folge für den hier betrachteten Zeitraum von zehn Jahren ein ganz beachtlicher Unterschied: Ein Anlagevermögen von 10.000 Euro in Spareinlagen hätte einen Gewinn von 1.156 Euro ergeben, wohingegen der Zugewinn in diesem Zeitraum bei Aktien im DAX mit 5.981 Euro deutlich höher ausfällt.

Aktienanlagen schneiden besser als Spareinlagen ab

Nun erlauben historische Renditevergleiche keine sicheren Aussagen über zukünftige Entwicklungen. Und auch wenn der oben gewählte Zeitraum von 2007 bis 2017 trotz der hierin liegenden Finanzmarktkrise keine Ausnahme, sondern die Regel ist – nämlich dass in den vergangenen 50 Jahren über einen beliebigen Anlagezeitraum von zehn Jahren Aktienanlagen besser als Spareinlagen abgeschnitten haben – lassen sich hieraus keine absoluten Gewissheiten für die Zukunft ableiten. Genauso ist aber auch festzustellen, dass es den risikolosen Zins nicht mehr gibt – schon gar nicht im Sinne einer Realverzinsung nach Inflation.

Alternativen zum Sparbuch gefragt: Chancen des Kapitalmarkts nutzen

Anleger, die heutzutage trotzdem sparen und nicht auf einen steigenden Leitzins warten wollen, sind auf eine Geldanlage am Kapitalmarkt angewiesen. Um sinnvoll am Kapitalmarkt in die zur Anlagestrategie passenden Asset-Klassen investieren und Chancen und Risiken sorgsam abwägen zu können, erhalten Anleger bei der Vermögensverwaltung durch einen vertrauensvollen Bankpartner Unterstützung. Hierbei entwickeln Kunde und Bank eine für den Anleger geeignete Anlagestruktur. Die Bank setzt diese dann auf Basis des Vermögensverwaltungsvertrages direkt im dafür eröffneten Kundendepot durch entsprechende Investments am Kapitalmarkt um und überwacht laufend die Einhaltung der verabredeten Anlagestrategie. Modern interpretiert in Form einer digitalen Vermögensverwaltung wie bei Warburg Navigator ist diese Dienstleistung mit wenig Aufwand online zugänglich.

Idee

Was ist eine Vermögensverwaltung? 

Lesen Sie mehr!

Mit Warburg Navigator die passende Geldanlage finden

Investieren Sie Ihr Vermögen mit den Experten von M.M.Warburg & CO. Modern und unkompliziert.


Bildcredit: deimagine / www.istockphoto.com