Kurz & knapp erklärt: Wie funktioniert die Börse?

Nicht nur in den Nachrichten oder im Internet: beim Thema Kapitalmarkt spricht alles und jeder über die Börse. Aber was ist die Börse eigentlich und wie funktioniert sie?

Abgesehen davon, dass der Begriff „Börse“ für die „Geld-“Börse, also einen Geldbeutel, oder das Gebäude selbst stehen kann, versteht man unter dem Begriff eine Institution, die den Vorgaben des Gesetzes folgend die Regelung und Überwachung von sogenannten multilateralen Systemen übernimmt. Diese multilateralen Systeme kann man sich als Plattformen vorstellen, auf denen viele Personen, die bestimmte Wirtschaftsgüter oder Rechte kaufen bzw. verkaufen wollen, aufeinander treffen. Die Wirtschaftsgüter bzw. Rechte müssen auf den Plattformen zugelassen sein, damit sie gehandelt werden können. Während Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Zinsen Beispiele für gehandelte Güter sind, ist das Recht eine Aktie zu verkaufen ein Beispiel für ein an der Börse gehandeltes Recht.

Börse: Angebot und Nachfrage

Eine Börse ist also ein elektronischer Marktplatz auf dem sich Nachfrager und Anbieter eines Gutes treffen. Diese treffen sich allerdings nicht direkt persönlich, sondern werden vertreten durch Dritte, sogenannte Börsenhändler. Durch Angebot und Nachfrage entsteht ein Preis für das Gut. Entspricht dieser den Vorstellungen von Nachfragern und Anbietern wird aus den jeweiligen Handelspartnern Käufer und Verkäufer. Damit zu jeder Zeit ein Handel betrieben kann, gibt es Market Maker. Market Maker haben die Aufgabe anderen Kapitalmarktteilnehmern kontinuierlich als Handelspartner zur Verfügung zu stehen. Sie nennen Preise zu denen sie kaufen (Geldkurs) bzw. verkaufen (Briefkurs) würden, sodass Transaktionen stets zu marktgerechten Preisen abgewickelt werden können.

Unterschied von Börsen: von reinen Wertpapierbörsen bis hin zu Warenbörsen

Es gibt verschiedene Arten von Börsen: reine Wertpapierbörsen oder reine Warenbörsen, aber auch Börsen, an denen sowohl Wertpapiere als auch Waren gehandelt werden. Die größte Wertpapierbörse ist die New York Stock Exchange (NYSE) in New York und die größte Rohstoff- und Warenbörse ist die Chicago Board of Trade (CBOT) in Chicago.

Damit der Börsenhandel fair und transparent bleibt und jeder Teilnehmer unter den gleichen  Bedingungen handeln kann, gibt es exakt festgelegte Regeln und Dokumentationspflichten die einzuhalten sind. Zudem werden die Börse und alle Kapitalmarktteilnehmer aktiv durch verschiedene Institutionen überwacht.

In diesem Zusammenhang ist der Begriff „over-the-counter“ oder „OTC“-Handel zu erläutern. Der OTC-Handel findet abseits der Börse statt, meist zwischen großen institutionellen Anlegern und Investmentbanken. Die Regulierungsvorschriften für den regulären Börsenhandel gelten hier nicht. Deshalb ist der OTC-Handel meist dem professionellen Anleger vorbehalten.

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